37. Großmut
Posted by Liebes ABC | Posted in Liebes ABC - G | Posted on 26-11-2009
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In einer Zweisamkeit überlässt und gönnt man dem Partner gerne Dinge, die man selber gerne gehabt hätte.
Man empfindet es so, als hätte man sie selbst erhalten.
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In einer Zweisamkeit überlässt und gönnt man dem Partner gerne Dinge, die man selber gerne gehabt hätte.
Man empfindet es so, als hätte man sie selbst erhalten.
Selbst wenn man nur einen Teil der Liebe erfährt, stellt sich schon ein Glücksgefühl ein.
Je mehr man davon erleben darf, desto stärker wird das Gefühl. In seiner Gesamtheit kann man es schon als den Sinn des Lebens betrachten. 100% Liebe verteilt auf ein Leben zu zweit kann dieses Gefühl sehr lange erlebbar machen.
Es gibt in einer Partnerschaft keinen, der höher oder niedriger gestellt ist als man selbst. Keiner hat Vorzüge, weil er gesellschaftlich oder geistig bessere Voraussetzungen hat als der andere. Davor ist der Blick mit dem Herzen blind.
Man behandelt seinen Partner nicht anders, als man sich selbst behandelt oder behandelt werden möchte. Dabei geht es nicht darum, dass man verlangt, sondern behandelt. Möchte man respektvoll behandelt werden, sollte man auch seinen Partner respektvoll behandeln. Möchte man reden, wenn man traurig ist, sollte man zuhören, wenn der Partner traurig ist.
Man denkt immer gleich daran, wie man selbst in bestimmten Situationen behandelt werden möchte und reagiert entsprechend seinem Partner gegenüber.
In einer Partnerschaft fühlt man sich nie allein. Man hat auch nie den Wunsch wirklich alleine zu sein. Man benötigt die Gesellschaft des Partners wie die Luft zum atmen. Dabei muss der Partner nicht einmal im selben Raum sein, nein, er muss nur da sein, man muss sich in seiner Nähe wissen.
Daraus entwickelt sich sehr schnell eine Geselligkeit, die – anfangs auf den Partner beschränkt (man kennt das ja, dass man am Anfang einer Beziehung soviel Zeit wie möglich mit dem Partner alleine verbringen möchte) – später auf das Umfeld.
Besuche fühlen sich wohl, da bei einer ausgeprägten Harmonie kein Störfaktor zu spüren ist. Ja in der Tat, man soll es nicht glauben, aber besucht man ein Paar, welches in Disharmonie lebt, kann man dies spüren, ohne dass man so etwas sofort erkennen könnte. Nur wenige Paare sind in der Lage, dies ihren Besuchern zu verbergen. Und wenn, dann sind sich ja beide Partner darüber einig, was wenigstens teilweise wieder für Harmonie spricht.
Von der Aussage: kleine Geschenke erhalten die Freundschaft sollte man in einer Partnerschaft ganz schnell Abstand nehmen. Das trifft nämlich nur für Freundschaften, jedoch nicht für Partnerschaften zu.
Seinem Partner macht man ein Dauergeschenk: Seine Liebe.
Materielle Geschenke darüber hinaus macht man – so komisch es sich auch anhören mag – seiner Partnerschaft, nicht seinem Partner. Beschenkt man seinen Partner, macht man dies aus einer Motivation heraus, die man nicht erklären kann. Sei es um den Partner in einem bestimmten Kleidungsstück sehen zu können oder weil der Partner sich etwas gewünscht hat und um ihm damit eine Freude machen zu wollen oder auch nur, weil man im Herzen fühlt, dass sich der Partner darüber freuen wird.
Warum und was auch immer, es dient einer Zufriedenheit, die sich immer dann einstellt, wenn man dem Partner eine Freude machen kann. Das kann auch ein Essen sein, eine heiße Tasse Kakao oder eine Schüssel Gummibärchen.
Man sollte sich immer bewusst machen, dass die Liebe des Partners das größte Geschenk ist.
Entspannung in der Partnerschaft ist viel mehr wert, als ein 5wöchiger Urlaub. Gemütlichkeit entsteht nicht nur, wenn daheim alles schön eingerichtet ist, nein, sie ist erst komplett, wenn man weiß, dass sich der Partner ebenso wohl darin fühlt, wie man selber.
Die Gemeinsamkeiten sind es, die das Herz in ein wohliges Wir-Gefühl hüllen. Etwas mit dem Partner gemeinsam zu haben, erfüllt einen immer wieder mit Freude. Sei es der farbliche Geschmack, die Richtung des Essens, die Vorlieben für bestimmte Urlaubsorte oder Interessen und Vorstellungen.
Das Gefühl, die Lust auf eine Unternehmung auszusprechen, von der man weiß, dass man es mit dem Partner gemeinsam hat, erhöht die Vorfreude darauf erheblich.
Ebenso ist es um ein vielfaches leichter einer Aktion nachzugehen, von der man weiß, dass beide sie nicht mögen, aber man übersteht sie eben gemeinsam viel besser. Sei es ein Pflichtbesuch, eine Veranstaltung, Hausputz, Reparaturen, Renovieren oder was auch immer.
Es ist nicht leicht, Gefühle zuzulassen, wenn man geistig nicht darauf vorbereitet ist. Aber warum nicht trauern, wenn man sieht, wie ein Tier gequält wird, warum nicht weinen, wenn eine Liebesszene das Herz berührt, warum nicht freuen, wenn einem anderen etwas Glückliches widerfährt? Es sind all die Emotionen, die Dich spüren lassen, dass Du lebst.
Auch wenn der Partner Dich gut kennt, zeige ihm Deine Gefühle.
Jeder kann besser damit umgehen, wenn man ihm sagt: Ich habe keine Lust worauf auch immer, als wenn man sich Gedanken darüber machen muss, warum sich der andere so verhält. Das führt meist zu falschen Schlüssen, was eine Beziehung belasten kann.
Seine Gefühle dem anderen vorzuenthalten, wäre auch ein Entzug von Vertrauen.