Niemand missgönnt einem anderen seine Hobbys. Und schon gleich dreimal nicht, wenn man sich liebt. Im Gegenteil, es erfüllt einen Partner mit einer Zufriedenheit, den anderen bei einem Hobby zu wissen, an dem er Spaß hat.
Jedes Hobby hat seine Faszination. Am Anfang etwas intensiver, später etwas differenzierter. Wäre dies nicht so, wäre es kein Hobby.
Steigert sich man zu sehr hinein, entsteht ein Fanatismus, der eine Liebe belasten und sogar zerstören kann.
In einem solchen Fall stellt man das Hobby über die Partnerschaft.
Dies kann nur dann gut gehen, wenn beide dem gleichen Hobby frönen.
Nehmen wir als Beispiel den Fußball für den Mann und den Reitsport für die Frau.
Keine Frau hat etwas dagegen, wenn der Mann am Samstag seine Sportschau schauen möchte und ab und zu einmal zu einem Fußballspiel geht. Auch wenn der Mann sonntags mit seinen Freunden selber Fußball spielen geht, stellt das noch kein Problem dar.
Genauso wenig stört es den Mann, wenn die Frau sich Reitsportübertragungen im Fernsehen ansieht und sich als aktive Reiterin einen Traum erfüllt.
Wenn beide das Hobby des anderen akzeptieren, kommt es auch kaum zu Reibungspunkten, weil man seine gemeinsamen Aktivitäten auf das Hobby des anderen abstimmt. Nur selten kommt es einmal vor, dass nun ausgerechnet der Geburtstag eines Freundes oder die Hochzeit einer Freundin auf einen Hobby-Tag fällt, was man dann ohnehin nicht selber beeinflussen kann.
Hier auf sein Hobby zu verzichten und mit seinem Partner gemeinsam dorthin zu gehen, zeigt auch wieder Größe, durch die man in der Achtung des anderen steigt. Jeder weiß von anderen genau, worauf er zugunsten der Gemeinsamkeit verzichtet, ohne dass man es täglich aufzeigen muss.
Fühlt sich jemand vernachlässigt, weil der andere zu intensiv seinem Hobby nachgeht, muss man das dem anderen sagen, es abstellen oder sich ebenfalls mit dessen Hobby beschäftigen.